Mobiles Kinderbüro

Sowohl das "Mobile Kinderbüro" als auch das "Kinderforum" ist für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 14 Jahren konzipiert.

Das Mobile Kinderbüro besucht jeweils für zwei Nachmittage einen Stadtteil. Über Handzettel in den Schulen und über die Tagespresse angekündigt, erwartet es die Kinder an einem Platz, an dem diese sonst auch spielen. So wird der Bezug zum täglichen Leben rein räumlich schon hergestellt und der Übergang zur spielerischen Beschäftigung mit dem Stadtteil geht leichter vonstatten.







Der erste Tag wird hauptsächlich mit Forscherspielen verbracht. Hierbei erkunden die Kinder ihr Wohnumfeld, interviewen sich gegenseitig über ihre Lieblingsspiele und Lieblingsspielplätze und über sonstige wichtige Punkte im Stadtteil. Ziel dieser Forscherspiele ist es, daß sich die Kinder Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem täglichen Leben bewußt machen. Wo sich Gemeinsamkeiten ergeben, werden diese aufgegriffen und weiter besprochen.


Die wichtigste Gemeinsamkeit wird am Ende des Tages als Thema für ein "Kinderforum" ausgewählt, ein Gesprächskreis mit Fachleuten aus Politik und Verwaltung. Zu diesem Kinderforum, das etwa eine Woche später stattfinden wird, sollen ein oder mehrere kompetente Gesprächspartner aus der Stadtverwaltung eingeladen werden.










Der zweite Tag steht ganz im Zeichen der Vorbereitung des "Kinderforums". Weitere Informationen zum ausgewählten Thema werden eingeholt, die Einladungen geschrieben, Plakate gemalt. Wichtig ist hierbei, daß sich alle Kinder an der Vorbereitung beteiligen können. Es soll ihr "Kinderforum" werden.

Wichtigstes Ziel des "Kinderforums" ist es, den Dialog zwischen Kindern und den Gästen aus Politik und Verwaltung in Gang zu bringen.






Dieser Gesprächskreis soll das Wissen der Kinder über die Belange und Zuständigkeiten von Politik und Verwaltung fördern. Ebenso bekommen die eingeladenen Gesprächspartner/innen einen Eindruck über die Bedürfnisse der Kinder in den einzelnen Stadtteilen. Hiermit sind die Grundlagen für eine weitere Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an der Politik geschaffen.






Eine der wichtigsten Aufgaben der pädagogischen Fachkraft ist die des Übersetzers, denn Kinder und Verwaltungsleute denken und reden unterschiedlich. Ein zentraler Unterschied: Kinder denken (aus der Sicht von Erwachsenen) kurzfristig und problemzentriert. Politiker hingegen langfristig und in größeren Zusammenhängen. Daher muß bereits im Vorfeld darauf geachtet werden, daß bei den Gesprächspartnern keine allzu großen Erwartungshaltungen bezüglich der Resultate des Gespräches aufgebaut werden, die dann zur Frustration führen würden. Bereits die Durchführung des Kinderforums muß als ein Erfolg erlebt werden können.